Etwas kalt war es schon anlässlich der Einweihung des Trachslauer Schulhausbrunnens am Dienstagmorgen. Dabei boten die Kinder ein gefälliges Programm.

 

W.S. Dieser Brunnen ist für die Schulkinder von Trachslau so etwas wie ein Weihnachtsgeschenk. Trotz des kalten Wetters herrschte bei ihnen gute Stimmung und viel Freude. Auf dem Schulhausplatz besammelten sich rund um den Brunnen die Kinder, Mitglieder der Behörde und Verwaltung sowie viele Eltern. Um die Schüler möglichst eng einzubeziehen, wurde ihnen das Rahmenprogramm zur Gestaltung weitgehend überlassen. In den Reden bekundeten Gäste und Gastgeber ihre Freude und Genugtuung über den vom Einwohnerverein Trachslau und der Wasserversorgung aus einem Mythen-Stein vorzüglich geformten Brunnen. Obschon dabei wohl im wahrsten Sinne des Wortes manch „harte Nuss“ zu knacken war, ist es in jeder Hinsicht ein gelungenes Werk, worüber sich Bruno Oberholzer vom Ressort Liegenschaften sichtlich freute.

In ihrer Rede wusste Schulpräsidentin Erika Weber den aufmerksamen Schülerinnen und Schülern viel Interessantes und Wissenswertes rund um das Wasser zu berichten. Dass es ein wichtiges Produkt ist, zeigt alleine, dass in der Schweiz täglich 135 Liter pro Person verbraucht werden. Neben diesem Kerngedanken brachte sie aber auch deutlich zum Ausdruck, dass ein Brunnen zu einem Schulhaus gehört, wie die Weihnachtsbeleuchtungen über den Strassen.

Pater Pascal segnete den Brunnen ein und machte in einer Erzählung deutlich, dass Wasser nicht überall auf der Welt eine Selbstverständlichkeit sei und deshalb geschätzt werden müsse. Das Programm wurde von Schülern gehaltvoll ausgeschmückt. Die von Lehrerin Patricia Kälin selber erfundene Geschichte des Springs-Brunnens wurde von ihr mit den Kindern in origineller Weise umgesetzt. Gross war die Freude der Anwesenden über das schwungvoll von den Schülern vorgetragene Trachslauer Brunnen Lied, während Lehrerin Ursi Nauer sie auf dem Akkordeon begleitete. Dieses wurde im Übrigen von den Dritt- und Viertklässlerin nach der Melodie „Schön ist ein Zylinderhut“ selber gedichtet.

Brunnenmeister Roman Zoller mahnte die Kinder zum neuen Brunnen Sorge zu tragen und übergab ihnen eine Bürste, damit er für immer sauber bleibt.

Während sich die Gäste langsam in die Wärme begaben, genossen die Schüler den wohl lange ersehnten Znüni. Die Einweihung des Brunnens dürfte für viele vor den Ferien eine willkommene Abwechslung gewesen sein.

 

 

Werner Schönbächler