Im vergangenen Jahr (2012) hatte der Einwohnerverein bezüglich des vorgesehenen Neubaus des Schulhauses Trachslau dem Bezirksrat den Vorschlag unterbreitet, zu prüfen, ob eventuell eine Partnerschaft zwischen Privaten und dem Bezirk für die Realisierung möglich wäre. Der Bezirksrat hatte sich anlässlich der Gesprächsrunde vom August 2012 im Rathaus bereit erklärt, die Frage zu klären. In Aussicht gestellt wurde damals eine Antwort bis Ende 2012.

Nachdem bis Ende Januar 2013 seitens des Bezirksrats in dieser Frage beim Einwohnverein kein Lebenszeichen eingegangen war, hatte sich dieser per Mail bei Bezirksstatthalter Franz Pirker erkundigt. Wiederum verstrichen mehrere Wochen ohne Antwort. Am 13. März 2013 hatte sich deshalb dann der Einwohnerverein per Brief beim Gesamtbezirksrat zum Stand der Dinge erkundigt.

Im Anschluss an unsere beiden Erinnerungsschreiben kam dann Bewegung auf. Mit Lorenz Bösch, Präsident PPP Schweiz, wurde endlich ein Termin vereinbart um die Thematik zu erörtern. Mit Schreiben vom 10. Mai 2013 hat der Bezirksrat dem Einwohnerverein seine Erkenntnisse und seinen Entscheid mitgeteilt.

Der Verzicht auf eine Realisierung des Schulhauses Trachslau mit einem PPP-Modell wurde mit folgenden Argumenten begründet:

- PPP ist komplexes Finanzierungsmodell mit einem relativ grossen Initialaufwand

- Suche nach einem ausgewiesenen und finanzstarken Projektentwickler und Grossinvestor für eine klassische PPP-Finanzierung werde sehr schwierig

- Einhaltung der Submissionsverordnung ist auch in einem PPP-Modell zwingend, d. h. die Suche nach einem Investor müsste ausgeschrieben werden

- eine detaillierte Sachvorlage mit anschliessender Volksabstimmung muss auch mit einer PPP-Finanzierung erarbeitet werden

- aus Sicht der Finanzen gibt es bei Anwendung des neuen Rechnungsmodells HRM2 keine Vorteile, da die Mietkosten (Unterhalt, Abschreibungen, Zinsen) als Aufwand und der langfristige Mietvertrag in die Bilanz aufgenommen werden muss; ausserdem sei die Drittfinanzierung durch einen Investor teurer als durch die öffentlich Hand

- eine Umsetzung des Projekts werde nur unwesentlich beschleunigt

Mit unserem Schreiben vom 2. Juli 2013 haben wir den Eingang des Schreibens gegenüber dem Bezirksrat verdankt. Gleichzeitig haben wir dem Bezirksrat vorgeschlagen, aufgrund der terminlich unabsehbaren Verzögerungen um das Schulhaus Herrenmatte (gemäss Finanzplan 2013 für 2014 Fr. 4'000'000, für 2015 Fr. 12'000'000) die entstehenden "Lücken" zu schliessen, und das Projekt Schulhaus Trachslau vorzuziehen, d. h. den Projektierungskredit für 2016 von Fr. 150'000 ins Jahr 2014 vorzuverschieben, da anfangs 2014 das Schulhaus Euthal bezugsbereit ist und so nahtlos das nächste Projekt angegangen werden könnte.

In unserem Schreiben ersuchen wir den Bezirksrat zudem um eine schriftliche Stellungnahme, wie er aufgrund der aktuellen Situation gedenkt das Schulraumkonzept umzusetzen.